Wie groß der Einfluss der Energie in Bürgerhand sein wird, hängt natürlich auch von der zu realisierenden Beteiligung ab. Mit einer Beteiligung von 3-10% verspricht sich die EiB zwar keinen übermächtigen Einfluss aber doch immerhin genug Relevanz, um gehört zu werden. Unsere Stärke liegt in der Transparenz, der energiepolitischen Kompetenz vieler engagierter Experten und unserem Willen, die Thüga und die darin vernetzten Unternehmen in einen "ökologisch und sozialverträglicheren Energiekonzern in Bürger- und kommunaler Hand" umzubauen.
Entscheidend sind zwei weitere Aspekte. Innerhalb der Thüga gibt es unterschiedliche Positionen zur Energiepolitik in den einzelnen Kommunen. Wir werden diejenigen erheblich stärken, die für eine nachhaltige Energiepolitik offen sind. Außerdem können wir durch eine gute Kommunikations- und Informationspolitik Bürgernähe in den einzelnen Kommunen herstellen und auf diese Weise das Engagement für Klimaschutz vor Ort stärken.
Selbst für den Fall des Scheiterns, also für den Fall EiB kann keine Anteile an der Thüga AG erwerben, ist bereits jetzt mit nahezu 2000 beteiligten Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet ein Netzwerk entstanden dass vielleicht auf anderen Wegen erfolgreich handeln kann.
In zunehmender Zahl gibt es Stadtwerke, die schon heute zumindest ihren
Privatkunden hauptsächlich Strom aus Erneuerbaren Energien und/oder Kraftwärmekopplung anbieten. Diesen Trend wollen wir mit unserem möglichen Einfluss in der Thüga AG, die ja an über 90 dieser kommunalen Energie- und Wasserversorgungsunternehmen beteiligt ist, verstärken. Wie weit uns das gelingt hängt auch davon ab, wie viele Menschen uns ihr Geld anvertrauen. Darüber hinaus stehen wir für eine, ähnlich wie einige Stadtwerke, zunehmend dezentrale Stromerzeugung.
Energie in Bürgerhand selbst hat in der Gründungssatzung festgelegt, dass mindestens 10% des Gewinns in den Ausbau der regenerativen Energien oder der effizienten Energieerzeugung (Kraft-Wärmekopplung) fließen wird.
Der Rahmen, in dem der Vorstand (unter der Kontrolle des Aufsichtsrates) für die Genossenschaft handeln kann und in welche Art von Energieprojekten investiert werden soll, wird durch die Mitglieder-versammlung der Genossenschaft festgelegt. Hier hat jedes Genossenschaftsmitglied - hoffentlich auch Sie - unabhängig von der Höhe der Einzahlung eine Stimme.
Nicht nur Greenpeace Energy wurde bereits zu einem frühen Zeitpunkt gefragt, ob sie die Initiative nicht unterstützen wollen. Zum Teil stehen die endgültigen Entscheidungen noch aus. Alle, die unsere Idee unterstützen, sind herzlich willkommen dies zu tun und mitzumachen.
Nach anfänglichem Zögern zählen inzwischen zahlreiche Institutionen wie z.B. der BUND Landesverband Baden-Württemberg zu den aktiven Unterstützern. Und z.B. auch die Naturstrom AG hat beim bundesweiten Kampagnenauftakt uns ihre aktive Unterstützung zugesichert.
Noch nie waren die finanziellen Anreize so groß, in erneuerbare Energien zu investieren. Trotzdem nutzen diese Möglichkeiten noch zu wenige. Die Gründung von Genossenschaften mit dem Ziel gemeinsam in Erneuerbare Energie zu investieren liegen derzeit im Trend und es gibt sie bereits in zahlreichen Kommunen.
Sie alle sind wichtige und notwendige Möglichkeiten, etwas zu verändern und hierzu wollen wir auch nicht in Konkurrenz treten. Jeder ist frei sich für das ein oder andere oder auch beides zu entscheiden.
Mit Energie in Bürgerhand eröffnen wir den Menschen aber eine weitere Möglichkeit, sich am Umbau unsere Energieversorgung zu beteiligen. Wir wollen mit den Kommunen an einen Tisch und unsere Ideen so direkter einbringen. Die Kommunen und ihre Unternehmen spielen aus unserer Sicht durch den Besitz der Verteilernetze (Gas, Strom, Wärme) eine ganz entscheidende Rolle, um zeitnah hin zu einer dezentraleren Energieversorgung kommen zu können. Mit dem Verkauf der Thüga ergibt sich erstmalig und vielleicht einmalig die Chance, sich daran aktiv zu beteiligen. Wir sind dabei nicht in erster Linie am Kapital orientiert, sondern an der Idee die Energieversorgung diesmal "von oben" sozial und umweltverträglicher zu gestalten.
Dies ist ein Ansatzpunkt, nicht mehr aber auch nicht weniger. Wie sich bereits jetzt zeigt, erreichen wir hiermit auch Menschen, die sich sonst als eher unpolitisch bezeichnen würden, den Schritt zu eigenen Investitionen scheuen oder ihrem kommunalen Versorger treu bleiben, trotzdem aber ein Signal für eine sozialökologischere Ausrichtung der Energie- und Wasserversorgung setzen wollen.
Nein, die Thüga betreibt kein Atomkraftwerk. Aber viele von den kommunalen Unternehmen unter dem Dach der Thüga kaufen Atomstrom z.B. von E.ON. Und genau da liegt ein Ansatzpunkt unseres Engagements bei der Thüga. Wir wollen in Zukunft gemeinsam mit den kommunalen Unternehmen darauf hinwirken, dass der Anteil von Kohle- und Atomstrom in den kommunalen Netzen immer weniger wird.
Die Chance, dass sich in Deutschland hierzu eine politische Mehrheit bildet, halten wir derzeit für sehr gering.
Diese Fragen sind für den derzeitigen Stand des Projektes viel zu früh. Der Rahmen, in dem der Vorstand (unter der Kontrolle des Aufsichtsrates) für die Genossenschaft handeln und in Energieprojekte investieren kann, wird zukünftig durch die Mitgliederversammlung gemäß den Satzungszielen der Genossenschaft festgelegt. Hier hat jedes Genossenschaftsmitglied - hoffentlich auch Sie - unabhängig von der Höhe der Einzahlung eine Stimme.
Einfach den Vertrag herunterladen, ausfüllen und abschicken!
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> Flyer zum Download
> Satzung der EiB
> Geschäftsordnung der EiB
Energie in Bürgerhand eG
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